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Schadstoffuntersuchungen von Fischen

Ergebnisse der Schadstoffuntersuchungen sächsischer Angelfische 2014

2014 wurden Fische der Elbe, der Weißen Elster und des Elstermühlgrabens auf Schadstoffe nach lebensmittelrechtlichen Vorgaben und auf prioritäre Stoffe laut Oberflächengewässerverordnung (OgewV) bezüglich der Einhaltung von Umweltqualitätsnormen beprobt. Die Auswertung der Ergebnisse in diesem Bericht bezieht sich auf die lebensmittelrechtliche Beurteilung der Fische als Nahrungsmittel im Sinne des Verbraucherschutzes.

Fische aus dem Elstermühlgraben und der Weißen Elster wiesen bei chlorierten Kohlenwasserstoffen nur sehr geringe, in Einzelfällen mittlere Konzentrationen auf. Alle Werte lagen unter den lebensmittelrechtlichen Höchstwerten. Dies gilt auch für die Schwermetalle einschließlich Quecksilber. Es gab keine Fische, die lebensmittelrechtlich zu beanstanden wären.

Bei den Untersuchungen von Elbfischen im Jahr 2014 wurden gegenüber dem Vorjahr niedrigere Mittelwerte der Schadstoffkonzentrationen festgestellt, bei Quecksilber fiel die mittlere Konzentration auf den bislang niedrigsten Wert von 45,5 Prozent des zulässigen Höchstwertes. Der Belastungsgrad ist gegenüber dem Vorjahr gefallen. 94 Prozent der Probefische blieben ohne jede Beanstandung. Sechs Prozent der Fische übertrafen einen zulässigen Wert. 2014 betraf dies die Fischarten Rapfen und Döbel.

Die Empfehlung an Angler, den Verzehr von Elbfisch auf maximal 2 kg pro Monat zu beschränken, bleibt weiterhin bestehen. Diese Empfehlung wird ebenso für größere Fische der Weißen Elster gegeben. Da kleinere Fische in der Weißen Elster einschließlich Elstermühlgraben nur äußerst geringe Belastungen mit Schadstoffen aufweisen, kann hier die Verzehrempfehlung auf vier kg Fisch pro Monat angehoben werden. Dies entspricht etwa zwei Fischmahlzeiten als Filet pro Woche.

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Bild: Ergebnisse der Schadstoffuntersuchungen sächsischer Angelfische

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 76: Fischerei

Matthias Pfeifer

Schadstoffuntersuchungen der vergangenen Jahre