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Schadstoffuntersuchungen von Fischen

Ergebnisse der Schadstoffuntersuchungen sächsischer Angelfische 2017

2017 wurden Fische der Elbe, der Weißen Elster und der Lausitzer Neiße auf Schadstoffe nach lebensmittelrechtlichen Vorgaben und auf prioritäre Stoffe laut Oberflächengewässerverordnung (OgewV) bezüglich der Einhaltung von Umweltqualitätsnormen mittels Einzelproben untersucht. Daneben erfolgte die Beprobung von neun weiteren Gewässern auf die Einhaltung von Umweltqualitätsnormen (UQN) anhand von Mischproben. Dabei wurden gleichzeitig Messergebnisse für die geregelten Schadstoffe gewonnen.

Bei den Untersuchungen von Elbfischen im Jahr 2017 wurden gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunkenen Schadstoffkonzentrationen festgestellt. Dies betrifft im Besonderen die Summe der sechs Indikator PCB und Quecksilber. Die mittleren Konzentrationen von Hexachlorbenzol (HCB) und DDT und seinen Metaboliten sanken auf den bisher niedrigsten Wert seit Beginn der Messungen im Jahr 1994. Zehn Prozent der Fische aus der Elbe wiesen Schadstoffkonzentrationen über einem zulässigen Höchstwert auf. Zwei Überschreitungen entfielen auf PCB, die anderen Höchstwertüberschreitungen auf Quecksilber. Die Fischart Rapfen ist hier mit sieben auffälligen Fischen wieder am stärksten vertreten. Dioxine und Furane sind an allen Beprobungspunkten nur in sehr niedrigen Konzentrationen nachweisbar. Auch die Konzentrationen dioxinartiger PCB (dl-PCB) sind gegenüber dem Vorjahr erneut zurückgegangen. Die Proben halten die von der WHO festgelegten Höchstwerte durchweg ein. Sie befinden sich im unkritischen Bereich. Das gilt auch für alle anderen Fischproben der untersuchten Gewässer.

Die Belastung von Fischen der Lausitzer Neiße und der Weißen Elster südlich von Leipzig ist gegenüber der von Elbfischen geringer, allerdings ist auch in der Neiße eine einzelne Überschreitung des Quecksilberhöchstwerts von 30 Prozent erfasst worden. Für Fischproben aus neun Gewässerstrecken innerhalb der Untersuchung auf UQN konnte nur eine geringe bis sehr geringe Belastung mit Umweltschadstoffen nachgewiesen werden.

Die Empfehlung an Angler, den Verzehr von Elbfisch auf maximal 2 kg pro Monat und bei großen Fischen auf 1 kg pro Monat zu beschränken, bleibt weiterhin bestehen. Gleiches gilt für die Weiße Elster und die Lausitzer Neiße. Für Fische der anderen untersuchten Gewässer werden keine Verzehrseinschränkungen gemacht, da hier die Belastungen gering bis sehr gering sind, siehe dazu Seite 19.

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Bild: Ergebnisse der Schadstoffuntersuchungen sächsischer Angelfische

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 76: Fischerei

Matthias Pfeifer