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Wiedereinbürgerung des Lachses

Schwedischer Lachs für sächsische Flüsse

Der Lachs - König der Fische - war in der Elbe ausgestorben. Seit Mitte der 90er Jahre arbeitet das LfULG daran, den Lachs wieder in der Elbe heimisch zu machen.

Genetische Identifizierung von rückkehrenden Laichfischen im Rahmen der Wiedereinbürgerung des Atlantischen Lachses in die Elbe

Ziel der Untersuchungen war die Differenzierung individueller Genotypen auf- und abwärts wandernder Lachse mittels Mikrosatelliten-Locis  zur Ermittlung der Eignung einzelner Besatzstämme für die Fortführung des sächsischen Lachsprogramms. Evtl. vorhandene genetische Drift und Identifikation einwandernder Streuner sollten beschrieben werden. Die erforderlichen genetischen Untersuchungen erfolgten im Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei e.V. Berlin-Friedrichshagen.

Für die Identifizierung der nach Sachsen zurück kehrenden Lachse wurde eine Referenzdatenbank erstellt und ständig aktualisiert.

Bei der Untersuchung der rückkehrenden Laichfische dominierten von den möglichen Herkünften Shannon, Delphi (Irland) und Lagan (Schweden) eindeutig die Lagan-Lachse. Mit den gewonnenen Ergebnissen konnte bestätigt werden, dass die in Sachsen nunmehr ausschließlich verwendeten Lagan-Lachse zur Umsetzung des Wiedereinbürgerungsprogramms des Atlantischen Lachses offensichtlich gut geeignet sind. Die bisherige Besatzstrategie konnte damit unterstützt werden.

Es konnten Empfehlungen abgeleitet werden, die künftige Besatzstrategie in Details anzupassen, um das Programm zur Widereinbürgerung des Atlantischen Lachses weiter erfolgreich umsetzen zu können.

Entwicklung innovativer Lösungen zur Gewährleistung der Durchgängigkeit von Querbauwerken zur Sicherung der Laichwanderung Atlantischer Lachse (Salmo salar L.) im Lachsbachsystem (Sachsen)

Dr. G. Füllner, Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft, Referat Fischerei, Überbetriebliche Ausbildung Königswartha

Im Rahmen der Projektlaufzeit wurde eine vollständige Konzeption zur Gewährleistung der Durchgängigkeit des Lachsbachsystems insbesondere im Hinblick auf die Gewährleistung der Laichwanderung Atlantischer Lachse (Salmo salar) entwickelt. Für die Wanderhindernisse ist dabei jeweils die Optimalvariante zur Einrichtung der Durchgängigkeit für die Fischfauna des Gewässers abgeleitet worden. Ziel war es aber auch immer, mit der Lösung einer möglichst großen Breite der Gewässerfauna zumindest einen Migrationskorridor einzuräumen.

Neben der konstruktiven Lösung liegt für jeden Standort auch eine Kalkulation der bei ihrer Umsetzung zu erwartenden Kosten vor.  Zu jedem Objekt sind die Ausführungsunterlagen so weit vorbereitet, dass sie kurzfristig zu Projektanträgen erweitert werden können.

Im Rahmen der Projektarbeit wurde ein Videobeobachtungsmodul entwickelt, dass potentiell in jede Fischwegform integrierbar wäre und klare Aussagen zur Funktionstüchtigkeit des Fischwegs sowie zum Fischbestand und seiner Entwicklung liefern dürfte. Für den Standort Wehr Rathmannsdorf, der die besten Voraussetzungen für die Einrichtung der abgeleiteten Lösung bietet, wurde ein Umsetzungsprojekt erarbeitet und eingeleitet, dass aber wegen Finanzierungsproblemen des Gesamtprojekts (Wehrumbau) bisher nicht verwirklicht werden konnte.

Im Zusammenhang mit der Problematik der Gewährleistung des Smolt-Abstiegs wurden Varianten zur Ableitung von Smolts aus Irrwegen (Sackgassen) wie den Zuläufen von Fischproduktionsanlagen konzipiert und als Versuchsanordnung mit positivem Ergebnis betrieben.

Die entwickelten Lösungen müssen im Rahmen des sächsischen Durchgängigkeitsprogramms von den Eigentümern bzw. den Unterhaltungspflichtigen der Gewässer praktisch umgesetzt und erprobt werden. Der erreichte Arbeitsstand legt ein Folgeprojekt nahe, in welchem die praktische Umsetzung der erarbeiteten Konzepte erfolgt.

Prächtiger Lachsmilchner

Prächtiger Lachsmilchner

Im Rahmen der Projektlaufzeit wurde eine vollständige Konzeption zur Gewährleistung der Durchgängigkeit des Lachsbachsystems insbesondere im Hinblick auf die Gewährleistung der Laichwanderung Atlantischer Lachse (Salmo salar) entwickelt. Für die Wanderhindernisse ist dabei jeweils die Optimalvariante zur Einrichtung der Durchgängigkeit für die Fischfauna des Gewässers abgeleitet worden. Ziel war es aber auch immer, mit der Lösung einer möglichst großen Breite der Gewässerfauna zumindest einen Migrationskorridor einzuräumen.

Neben der konstruktiven Lösung liegt für jeden Standort auch eine Kalkulation der bei ihrer Umsetzung zu erwartenden Kosten vor.  Zu jedem Objekt sind die Ausführungsunterlagen so weit vorbereitet, dass sie kurzfristig zu Projektanträgen erweitert werden können.

Im Rahmen der Projektarbeit wurde ein Videobeobachtungsmodul entwickelt, dass potentiell in jede Fischwegform integrierbar wäre und klare Aussagen zur Funktionstüchtigkeit des Fischwegs sowie zum Fischbestand und seiner Entwicklung liefern dürfte. Für den Standort Wehr Rathmannsdorf, der die besten Voraussetzungen für die Einrichtung der abgeleiteten Lösung bietet, wurde ein Umsetzungsprojekt erarbeitet und eingeleitet, dass aber wegen Finanzierungsproblemen des Gesamtprojekts (Wehrumbau) bisher nicht verwirklicht werden konnte.

Im Zusammenhang mit der Problematik der Gewährleistung des Smolt-Abstiegs wurden Varianten zur Ableitung von Smolts aus Irrwegen (Sackgassen) wie den Zuläufen von Fischproduktionsanlagen konzipiert und als Versuchsanordnung mit positivem Ergebnis betrieben.

Die entwickelten Lösungen müssen im Rahmen des sächsischen Durchgängigkeitsprogramms von den Eigentümern bzw. den Unterhaltungspflichtigen der Gewässer praktisch umgesetzt und erprobt werden. Der erreichte Arbeitsstand legt ein Folgeprojekt nahe, in welchem die praktische Umsetzung der erarbeiteten Konzepte erfolgt.

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Bild: Ausgegrabene Brut:

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 76: Fischerei

Matthias Pfeifer

Der Elblachs - Broschüre verfügbar