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Bewirtschaftung von Bergbauseen

Erschließung neuer Ressourcen durch Maränenbewirtschaftung von Tagebaurestseen

Im Freistaat Sachsen werden bis zur Mitte dieses Jahrhunderts über 40 Seen mit einer Fläche von ca. 20.000 ha aus den Restlöchern des ehemaligen Braunkohletagebaus entstehen. Sachsen wird dadurch zu einem der seenreichsten Bundesländer. Die Fischbestände der entstehenden Gewässer sind nach den Maßgaben des sächsischen Fischereigesetzes zu hegen und zu bewirtschaften. Für die zukünftige praktische Bewirtschaftung fehlten bisher die fachlichen Grundlagen.

Die grundlegende Zielstellung des Projektes bestand in der Vervollkommnung der Erkenntnisse zum Aufbau und zur Nutzung der Fischbestände in den Restseen des ehemaligen Braunkohletagebaus in Sachsen. 

Im Einzelnen wurden folgende Arbeiten durchgeführt:

Erfassung der Seen und ihrer fischereilichen Nutzungsmöglichkeiten
Erfassung der entstehenden Braunkohletagebauseen und Bewertung der Lebensmöglichkeiten für Fische insbesondere nach folgenden Kriterien: Morphometrie, Wasserqualität, hydrologische Anbindung und Möglichkeiten der natürlichen Besiedelung mit Fischen, Trophie
Ermittlung des fischereilichen Leitbildes und der notwendigen Besatzmaßnahmen, absehbare Bewirtschaftungsmöglichkeiten bzw. -einschränkungen (z. B. vorgesehene Schutzgebietsausweisungen)

Für die Fischerei bedeutet die Füllung der Restlöcher des Braunkohletagebaus einen bedeutenden Potenzialzuwachs, der in seiner Größenordnung einmalig ist. Auch wenn ein Teil der Seen in der Lausitz nach der Erstfüllung noch versauert sein wird, besteht die Maßgabe für die Sanierung darin, in den folgenden Jahren pH - neutrale Verhältnisse herzustellen.

Die Ergebnisse der Untersuchungen sind von immenser Bedeutung für die Sanierung des Braunkohlebergbaus in Mitteldeutschland in den nächsten Jahrzehnten. Für andere Braunkohlebergbauregionen (rheinisches Braunkohlerevier, Braunkohlereviere in Polen und der Tschechischen Republik) können die Ergebnisse für die künftige Bergbausanierung wesentliche Impulse geben.

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Bild: Bewirtschaftung von Bergbauseen

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 76: Fischerei

Matthias Pfeifer

Veröffentlichung