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Umsetzung

Die aktuellen Nährstoffbelastungen der Gewässer zeigen, dass auch in der Landwirtschaft weiterhin noch Anstrengungen unternommen werden müssen, die Stoffemissionen zu minimieren.

Abb. 1: Herkunft der Stickstoff- (links) und Phosphoreinträge (rechts) in sächsischen Gewässern

Abb. 1: Herkunft der Stickstoff- (links) und Phosphoreinträge (rechts) in sächsischen Gewässern

Um einen guten Zustand von Oberflächengewässern und Grundwasser zu gewährleisten, sind landesweit verpflichtend grundlegende Maßnahmen von allen Landwirten durchzuführen. Das sind gesetzliche Vorgaben, die im Rahmen der guten fachlichen Praxis einzuhalten sind (s. Box »Gesetzliche Vorgaben und Förderprogramme«):

  • Düngeverordnung (DüV)
  • Sächsische Dung- und Silagesickersaftanlagenverordnung (SächsDuSVO)
  • Klärschlammverordnung (AbfKlärV)
  • Pflanzenschutzgesetz (PflSchG)

In Gebieten, wo dies nicht ausreicht, sind ergänzende Maßnahmen zu ergreifen. In Sachsen sollen diese auf freiwilliger Basis umgesetzt werden. Dazu bietet der Freistaat Sachsen entsprechende Förderprogramme an:

  • Agrarumweltmaßnahmen zur stoffeintragsmindernden Bewirtschaftung (RL AuW/2007)
  • weitere flächenbezogene und investive Maßnahmen mit Beitrag zur Stoffeintragsminderung (RL LuE/2007, RL NE/2007)

Entwicklung der Flächenumfänge stoffeintragsmindernder Maßnahmen nach RL AuW/2007:

 Flächenumfänge der AuW-Maßnahmen [ha]     2009     2010     2011
 Ansaat von Zwischenfrüchten   15.011  24.360   27.579
 Ansaat von Untersaaten         172       275       304
 Dauerhaft konservierende Bodenbearbeitung/Direktsaat 122.137 208.710 233.308
 Anlage von Grünstreifen auf Ackerland*             0       663       842
 Bodenschonende Produktionsverfahren im Ackerfutterbau*             0    9.579   16.006

(* erst 2010 neu eingeführt)

(Quelle: Sächsischer Agrarbericht 2009 in Zahlen, Sächsischer Agrarbericht  2010 in Zahlen, Sächsischer Agrarbericht  2011)