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Agrarpolitik

Gemeinsame Europäische Agrarpolitik

 

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) gehört seit den Römischen Verträgen 1957, dem Beginn der Einigung Europas, zu den wichtigsten Handlungsfeldern europäischer Politik. Dem Wandel der Lebensverhältnisse in Europa wurde die GAP immer wieder angepasst. Ihr Kennzeichen ist die fortlaufende Weiterentwicklung. Neue Herausforderungen wie Bereitstellung qualitativ hochwertiger Nahrungsmittel, Sicherung der Ernährung, Klimawandel, Energiewende, Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen, der Artenvielfalt  und die Stärkung des ländlichen Raums prägen das Profil der GAP.

 

Die klassische Stützung der Agrarpreise hat heutzutage nahezu ausgedient. Landwirtschaft orientiert sich an Nachhaltigkeit. Heute erhalten die Landwirte Direktzahlungen (1. Säule), die an Auflagen wie etwa bei der Lebensmittelsicherheit, beim Tierschutz und beim Umweltschutz gebunden sind. Die Direktzahlungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Einkommenssicherung und Risikoabsicherung der landwirtschaftlichen Betriebe. Sie entgelten pauschal dem Allgemeinwohl dienende Leistungen der Landwirtschaft, die nicht über den Markt honoriert werden. Zugleich profitieren rund 500 Millionen Bürger und Bürgerinnen in 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union von einem vielfältigen Nahrungsmittelangebot, von einheitlichen Qualitätsstandards, geschützten Herkunfts-angaben und Ursprungsbezeichnungen sowie von umfassenden Informationspflichten der Hersteller.

 

Die Reform der GAP muss deshalb fortgesetzt werden, um die Ressourceneffizienz zu steigern, eine wirksame Verwendung der Steuergelder zu fördern und greifbare Ergebnisse der öffentlichen Politik zu erbringen, die die Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf Ernährungssicherheit, Umwelt, Klimawandel sowie das soziale und räumliche Gleichgewicht erwarten.

 

Für die neue EU-Förderperiode 2014 bis 2020 wurde die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) reformiert. Kern der Reform ist die Einführung von Ökologisierungskomponenten, dem so genannten Greening. Damit sollen die Direktzahlungen künftig an ökologische Zielstellungen geknüpft und das Prinzip „Öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen“ stärker in den Vordergrund gerückt werden.

 

Weitere Informationen und die Rechtsgrundlage finden Sie unter dem Link:

Im Jahre 2000 wurde neben der Marktpolitik für landwirtschaftliche Erzeugnisse eine 2. Säule der Agrarpolitik geschaffen, die dazu dient, den ländlichen Raum zu fördern. Die Verordnung zur Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums (ELER-Verordnung) bildet den Rahmen für die 2. Säule der GAP. Zur Entwicklung ländlicher Räume kommt der GAP einer wachsenden Bedeutung zu.

In Deutschland ist die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) das Hauptinstrument der nationalen Agrarstrukturförderung und bildet den inhaltlichen und finanziellen Kern vieler Länderprogramme.

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