11.02.2021

»Der Garten mit den zwei Gesichtern« überzeugt die Jury

Julia Rother erklärt ihren Wettbewerbsbeitrag, der den ersten Preis erhielt.
© Tom Kirsten

Entwürfe für einen Radebeuler Villengarten unserer GaLaBau-Technikern*innen wurden prämiert. Jede Menge Arbeitsstunden und einige Meter Skizzenpapier setzten die Teilnehmer*innen unseres Entwurfsprojekts 2020/21 ein. Die handkolorierten Entwürfe wurden termingerecht eingereicht und die Gewinner wurden von einer fachkompetenten Jury ausgewählt.

Der umzugestaltende Garten einer Backsteinvilla steht unter Denkmalschutz mit dazugehörigem Umgebungsschutz. Ein nicht geringer Teil ist auch bereits umgestaltet. Diese Tatsachen engen die zukünftigen Gestaltungsmöglichkeiten ein. Der Garten wird von den jungen Eigentümern und ihren beiden kleinen Kindern genutzt.

Nach der Bestandserfassung fand Anfang November ein Rücksprachetermin mit der Bauherrin statt. Hier konnten die Schüler ihre noch offenen Fragen klären. Danach machte sich jeder an die Erstellung seines Entwurfs, natürlich unter verschärften Wettbewerbsbedingungen. Wie immer wurde ein Preisgeld von insgesamt 1.000,- Euro von den Eigentümern zur Verfügung gestellt.

Die besondere Herausforderung bestand diesmal darin, dass den planerischen Möglichkeiten enge Grenzen gesetzt wurden.  Es ging darum, mit bereits bestehenden oder in der Planung befindlichen Vorgaben und Elementen, die sich teilweise schon im Bau befanden, umzugehen und diese harmonisch in ein funktionierendes Gesamtkonzept einzubinden.

Aufgrund des Corona-Lockdowns mussten die Schüler weitestgehend zu Hause arbeiten und die wöchentlichen Konsultationen mit der betreuenden Fachlehrerin Anja Seliger fanden nur online statt. Trotz dieser erschwerenden Bedingungen gaben alle ihre Entwürfe termingerecht am 19. Januar ab und stellten sie noch am selben Tag den Vorprüfern intensiv vor.

Freitag kam dann das Preisgericht zusammen und ließ sich die Arbeiten von den Vorprüfern Anja Seliger und Klaus Engelhardt vorstellen. Nach mehreren Rundgängen wurden dann die Preisträger und Ankäufe ausgewählt. Der Jury gehörten unsere Fachlehrer Dr. Ingolf Hohlfeld und Tom Kirsten, Andreas Wehle, der Präsident des Sächsischen GaLaBau-Verbandes, sowie die Bauherrin Nicole Wendt an. Die Jury wusste selbstverständlich nicht, von wem welcher Entwurf stammte. Preisverkündung war dann am darauffolgenden Freitag im Konferenzsaal des „Gehilfenhauses“, Selbstverständlich trugen alle zertifizierte Corona-Masken und Fenster waren zum Lüften weit geöffnet.

Zwei Entwürfe haben das Preisgericht ganz besonders überzeugt: Der Entwurf von Julia Rother belegte den ersten Platz. Das Motto der Arbeit lautete: »Der Garten mit den zwei Gesichtern«, der vordere Teil wurde sehr klassisch gestaltet und der hintere eher zeitgemäß. Besonders gefielt der Jury die sehr kenntnisreiche Pflanzenverwendung. Josias Tiersch belegte den 2. Platz, seine zahlreichen Gestaltungsangebote und die sehr kundenfreundliche Zeichentechnik sprechen für die gute Platzierung dieser Arbeit. Drei weitere Entwürfe mit gutem Potential würdigte die Jury durch Ankäufe.

Die Bauherrin war begeistert von den vielen guten Vorschlägen der Entwürfe. Viele werden in die zukünftige Gartengestaltung einfließen. Sobald das Wetter mitspielt, sollen die Ideen der Fachschüler durch eine Fachfirma umgesetzt werden.

Mit der Anfertigung des Bestands- und Entwurfsplanes ist für die Fachschüler die Beschäftigung mit diesem Garten in Radebeul noch nicht abgeschlossen, denn in den nächsten Wochen werden Ausführungs- und Detailpläne, Massenberechnungen, Leistungsverzeichnisse und Kostenberechnungen folgen. 

Anja Seliger und Klaus Engelhardt

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