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Fischgemeinschaften und Temperaturanforderungen gemäß Oberflächengewässerverordnung

Die Oberflächengewässerverordnung (OGewV) ist ein Rechtsinstrument des Bundes, das die Umsetzung der WRRL unterstützt. Hierzu sind in der OGewV Anforderungen für verschiedene abiotische Gewässerparameter definiert, die den physikalisch-chemischen Rahmen für einen guten ökologischen Zustand bzw. ein gutes ökologisches Potenzial vorgeben.

Ein aus fischökologischer Sicht wichtiger abiotischer Aspekt, zu dem die OGewV weitergehende Ausführungen enthält, ist das Temperaturregime. Die diesbezüglichen Anforderungen werden gemäß Anlage 6 der OGewV in Abhängigkeit von folgenden Fischgemeinschaften definiert:

  • Sa-ER = Salmonidengeprägte Gewässer des Epirhithrals
  • Sa-MR = Salmonidengeprägte Gewässer des Metarhithrals
  • Sa-HR = Salmonidengeprägte Gewässer des Hyporhithrals
  • Cyp-R = Cyprinidengeprägte Gewässer des Rhithrals
  • EP = Gewässer des Epipotamals
  • MP = Gewässer des Metapotamals
  • HP = Gewässer des Hypopotamals

Um die Temperaturanforderungen im Rahmen des wasserwirtschaftlichen Handelns sinnvoll anwenden zu können, wurden den Fließgewässer-OWK Sachsens die entsprechenden Fischgemeinschaften zugeordnet. Hierzu wurde ein methodischer Ansatz gewählt, der in den Bundesländern Bayern (SCHUBERT, 2012) und Baden-Württemberg (DUßLING, 2014) bereits erfolgreich angewendet wurde und sich an den natürlichen Temperaturansprüchen der in Sachsen vorkommenden Fischarten sowie deren Anteilen in den Referenz-Fischzönosen orientiert.

Die in den Fließgewässern Sachsens vorkommenden Fischarten wurden in Bezug auf ihre Temperaturansprüche in drei Artengruppen (Arten des Salmoniden-Rhithrals, Cypriniden-Rhithrals und Potamals) eingeteilt und die Zuordnung der Fischgemeinschaften/Fischgewässertyp in Abhängigkeit von ihren Gesamtanteilen in den Referenz-Fischzönosen vorgenommen.

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