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Fischereiliches Monitoring zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

Von April bis Anfang November 2013 wurden an 190 Fließgewässern 372 Messpunkte bearbeitet und dokumentiert. Dabei wurde insgesamt eine Strecke von rund 65 Kilometern elektrisch befischt. Rund 50 km davon wurden watend befischt und die restlichen zirka 15 km mit dem Boot – größere und tiefere Fließgewässer wie die Elbe, die Vereinigte Mulde, der Unterlauf der Zschopau, die Lausitzer Neiße, die Spree stromabwärts von Bautzen aber auch die Neue Luppe im Auwald von Leipzig.

An 52 Messpunkten in 49 Gewässern konnten keine Fische nachgewiesen werden. Dabei handelte es sich oftmals um die obersten Quellregionen der Fließgewässer, die entsprechend der Jahreszeit nur eine temporäre bzw. eine sehr geringe Wasserführung aufwiesen. Weitere Ursachen waren aber auch in den starken anthropogenen Einflüssen begründet, zum Beispiel Einleitung ungeklärter Abwässer, hoher Ausbauzustand mit Querverbauungen und Befestigung der Gewässersohle.

Im Jahre 2013 lagen die räumlichen Schwerpunkte der elektrischen Befischungen in den südlichen Einzugsgebieten der Vereinigten Mulde, der Elbe, der Weißen Elster einschließlich der Region des Oberlaufes der Pleiße, der Zwickauer Mulde. Gleiches gilt für die Lausitzer Neiße und die Spree. Im Einzugsgebiet der Freiberger Mulde liegen Messpunkte im direkten Einzug der Freiberger Mulde einschließlich der Bobritzsch, sowie in den oberen Zuläufen der Zschopau. Somit lag ein Großteil der Messpunkte im Gebirgs- bzw. Vorgebirgsraum und nur ein geringer Anteil der Messpunkte im Tief-landbereich von Sachsen - Vereinigte Mulde, Teile der Einzugsgebiete der Weißen Elster und Schwarzen Elster, sowie der Spree.

Es wurden insgesamt 20.586 Fische gefangen und zugleich 37 Fischarten nachgewiesen. Dabei handelt es sich um 33 einheimische Vertreter der Fischfauna und 4 Neozoen (Bachsaibling, Blaubandbärbling, Regenbogenforelle und Zwergwels).

Die Bachforelle ist mit 9.497 Individuen wieder die häufigste Fischart (VÖLKER & SCHILLER, 2007; VÖLKER & VOLKMANN, 2008, 2009, 2010, 2011; VÖLKER & GAUSE 2012). Danach folgen die Elritze (2.316 Exemplare), die Schmerle (1.683 Individuen), der Gründling mit 1.010 Exemplaren und die Groppe mit 914 Individuen. Somit stellen im Jahre 2013 rheophile Fischarten rund zwei Drittel aller gefangenen Fische dar.

Neben den genannten Fischarten wurden ebenfalls in geringen Individuenzahlen der Europäische Edel-, der Kamber- und der Signalkrebs während des WRRL-Monitorings in den sächsischen Fließ-gewässern vorgefunden.

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