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Wirtschaftlichkeit 2015/16

Die Wirtschaftlichkeit verschlechterte sich im Jahr 2015/16 in den analysierten sächsischen Betrieben sehr stark. Das Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand sank um 21 % bzw. um knapp 7.200 EUR/Arbeits-kraft. Es wurde ein Ergebnis in Höhe von 27,3 TEUR/Arbeitskraft erreicht, 2014/15 waren es noch 34,5 TEUR/Arbeitskraft. Das Ergebnis in 2015/16 stellte seit 2013/14 die dritte Verschlechterung in Folge dar.

In der sächsischen Landwirtschaft wurde 2015 eine gute Ernte erzielt.

Die Erträge bei Getreide, Hülsen- und Ölfrüchten lagen niedriger als 2014, aber höher als im langjährigen Mittel. Laut Angaben des BMEL wurden in Sachsen zur Ernte 2015 durchschnittlich 73,2 dt Getreide pro ha LF geerntet. Das waren 10 % weniger als zur Ernte 2014 und 9 % mehr als im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2014. Im Deutschland-vergleich waren die sächsischen Getreideerträge 2015 leicht unter-durchschnittlich (97 %), in Deutschland insgesamt wurden 75,1 dt/ha LF geerntet. Beim Winterraps wurden in Sachsen Erträge in Höhe von 38,5 dt/ha LF erzielt. Damit waren die Erträge 19 % geringer als zur Ernte 2014. Der durchschnittliche Winterrapsertrag lag in Deutschland bei 39,0 dt/ha LF.

Die ausgewerteten Buchführungsabschlüsse zeigen, dass die Haupt-ursache für die schlechtere wirtschaftliche Situation die geringeren Umsatzerlöse aus dem Milchverkauf in den Unternehmen darstellten. Diese ergaben sich aufgrund des Milchpreistiefs, das im gesamten Auswertungszeitraum herrschte. Zusätzlich beeinflussten die negative Bestandsveränderung (Verkauf der Getreidebestände) und geringere Zulagen und Zuschüsse in den Landwirtschaftsbetrieben die Gewinn-entwicklung negativ. Die geringeren Aufwendungen für Material und für die Unterhaltung wirkten diesem Trend entgegen.

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