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Wirtschaftlichkeit 2014/15

Im Abrechnungszeitraum 2014/15 verschlechterte sich die Wirtschaftlichkeit der analysierten sächsischen Betriebe im Vergleich zum Vorjahr erneut. Ihr Ordentliches Ergebnis zzgl. Personalaufwand sank um 2 % bzw. um knapp 1.000 EUR/Arbeitskraft. Es wurde ein Ergebnis in Höhe von 34,5 TEUR/Arbeitskraft erreicht, 2013/14 waren es noch 35,3 TEUR/Arbeitskraft. Das Ergebnis in 2013/14 stellte bereits eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr dar.

In der sächsischen Landwirtschaft wurden 2014 überdurchschnittliche Erntemengen produziert.

Die Erträge bei Getreide, Hülsen- und Ölfrüchten lagen deutlich höher als 2013 und auch höher als im langjährigen Mittel. Laut Angaben des BMEL wurden in Sachsen zur Ernte 2014 79,8 dt Getreide/ha LF geerntet. Das waren 27 % mehr als zur Ernte 2013 und 26 % mehr als im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2013. Auch im Deutschlandvergleich waren die sächsischen Getreideerträge 2014 leicht überdurchschnittlich (102 %); in Deutschland insgesamt wurden 78,4 dt/ha LF geerntet.
Beim Winterraps wurden in Sachsen Erträge in Höhe von 46 dt/ha erzielt, was 25 % Zuwachs gegenüber der Ernte 2013 war. Der durchschnittliche Winterrapsertrag lag in Deutschland bei 44,8 dt/ha LF.

Die ausgewerteten Buchführungsabschlüsse zeigen, dass die Hauptursache für die schlechtere wirtschaftliche Situation die geringeren Umsatzerlöse aus der tierischen Veredlung, insbesondere aus dem Milch- und Rind-/Schweinefleischverkauf, in den Unternehmen darstellten. Diese ergaben sich aus den rückläufigen Preisen für die Produkte. Zusätzlich beeinflussten die leicht gestiegenen Personalaufwendungen und Abschreibungen in den Landwirtschaftsbetrieben die Gewinnentwicklung negativ.
Die höheren Umsatzerlöse aus dem Getreide- und Ölsaatenverkauf wirkten diesem Trend entgegen.
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