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Ergebnisse aus dem Forschungsvorhaben »Ökonomische Bewertung von FFH-Maßnahmen«

Allgemeines

Mit der Umsetzung der Vorgaben der FFH-Richtlinie (RL 92/43/EWG) als ein Baustein von »Natura 2000« stellt sich u.a. die Frage: Welche Auswirkungen sind für sächsische Landwirtschaftsbetriebe in diesem Zusammenhang zu erwarten?
Dieser Fragestellung ging die LfL im Rahmen des Forschungsvorhabens »Ökonomische Bewertung von FFH-Maßnahmen zur Ermittlung wirtschaftlicher Nachteile landwirtschaftlicher Unternehmen in Sachsen« nach. In dem Zeitraum von 07/2005 bis 10/2006 führte das Ingenieurbüro entera im Auftrag der LfL maßnahmenbezogene Betrachtungen und Untersuchungen aus gesamtbetrieblicher Sicht in ausgewählten Beispielbetrieben in Sachsen durch.

Zielstellungen

Im Rahmen des Vorhabens wurden zum einen ökonomische Bewertungen von ausgewählten FFH-Maßnahmen in sächsischen FFH-Gebieten durchgeführt (maßnahmenbezogene Untersuchungen). Damit wurden weitere Datengrundlagen für Naturschutzmaßnahmen auf Grünland geschaffen. Diese sollen u.a. für die Untersetzung von Fördermaßnahmen dienen (behördeninternes Material).

Zum anderen wurden wirtschaftliche Nachteile, die landwirtschaftlichen Unternehmen auf Grund von Bewirtschaftungsbeschränkungen im Zuge der Umsetzung der FFH-Richtlinie in Sachsen entstehen, unter Berücksichtigung möglicher Anpassungsstrategien auf einzelbetrieblicher Ebene ermittelt. Dieses schloss eine Betrachtung der Thematik "Entwertung des Bodens" im Zusammenhang mit FFH-Maßnahmen ein.
Im Ergebnis wurden Aussagen zu betriebswirtschaftlichen Auswirkungen verschiedener Szenarien sowie Handlungsempfehlungen formuliert. Abschließend wird aus dem Blickwinkel der Untersuchungen unter der Fragestellung »Wie kann die FFH-Zielsetzung langfristig mit der Landwirtschaft erreicht werden?« ein Fazit gezogen.

Ergebnisse

Gesamtbetriebliche Untersuchungen

Die an eine Grünlandnutzung geknüpften Erhaltungsziele in vielen FFH-Gebieten können nur erreicht werden, wenn eine rentable Milchproduktion auf schwierigen Standorten in den Mittelgebirgsregionen auch zukünftig möglich ist.
Auch der Naturschutz braucht eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft!

Entwertung des Bodens

Bewirtschaftungsbeschränkungen im Zuge der der Umsetzung der FFH-Richtlinie (RL 92/43/EWG) führen nach derzeitiger Einschätzung von Betroffenen und Experten nicht zwingend zu einer Entwertung des Bodens.

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