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Entwicklungstrends und Größenstrukturen landwirtschaftlicher Unternehmen - eine regionale Betrachtung

In der letzten Dekade ist die Anzahl der Antragsteller auf Agrarförderung, die nach AgrarStatG als landwirtschaftlicher Betrieb zählen, zunächst kontinuierlich zurückgegangen. 2016 gab es allerdings zum dritten Mal in Folge wieder einen leichten Anstieg. Genau wie in den letzten Jahren, waren die Änderungen auch 2016 vornehmlich bei den kleineren Betrieben darstellbar. So gab es 2016 erneut einen Zuwachs an Betrieben mit weniger als 50 ha LF. Zusätzlich wurde 2016 der negative Trend bei Betrieben mit 50 bis 160 ha LF gebremst. Stagnationen sind bei Betrieben mit 160 bis 500 ha LF erkennbar, genauso wie bei den größten hier dargestellten Betrieben.

Die Betriebe unter 50 ha hatten in Nordsachsen den höchsten Zuwachs, in den Lössgebieten und im Gebirgsvorland stieg deren Zahl ebenso leicht, während in den Berglagen der negative Trend weiter fortgesetzt wurde. Insgesamt ist die Entwicklung sachsenweit recht uneinheitlich und jährlich verschieden.

Grundsätzlich ist zu bemerken, dass die beantragte landwirtschaftliche Fläche in Sachsen stetig abnimmt. So wurden 2016 sachsenweit rund 5.000 ha weniger beantragt als 2010. Regional gibt es unterschiedliche Tendenzen. So gab es einzig im Gebirgsvorland einen Zuwachs an Antragsfläche, der aber die Rückgänge im Mittelsächsischen Lössgebiet mit rund 1.500 ha, in der Oberlausitz mit rund 800 ha und auf dem Erzgebirgskamm mit minus 700 ha nicht kompensieren konnte. Auch die Heidegebiete haben größere Rückgänge zu verzeichnen (500 ha). Die genauen Ursachen für diese Entwicklung sind noch nicht untersucht.

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