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Emissionen der Tierhaltung

Köllitscher Fachgespräch »Bioaerosole in der Tierhaltung«

Am 28. März.2017 lud das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtchaft und Geologie zu einem Fachgespräch zum Thema »Bioaerosole in der Tierhaltung« ein.Es wurden Ergebnisse aus verschiedenen Projekten zur Erfassung von Bioaerosolen vorgestellt sowie die Themengebiete gesundheitliche Bewertung und Immissionsprognose beleuchtet.

Vorträge:

Bioaerosole aus Anlagen der Geflügelhaltung

Messequipment für Bioaerosolimmissionsmessungen in 500 m Entfernung zur Stallan-lage (BfUL) © Dr. med. vet. Henriette Mietke-Hofmann

Bioaerosole sind Gemische aus unbelebten und belebten luftgetragenen Partikeln biologischer Herkunft, die durch ihre komplexe Zusammensetzung vielfältige biologische Wirkungen entfalten können. In Studien zur  Arbeitssicherheit in Kompostierungs- und Tierhaltungsanlagen wurde nachgewiesen, dass Bioaerosolexposition zu erhöhtem Auftreten von Atemwegssymptomen bei den Mitarbeitern führen kann.

Bei Schweine- und Geflügelhaltern konnte eine Korrelation zwischen dem Auftreten von Symptomen und der täglich im Stall verbrachten Zeit festgestellt werden. Ob die Gesundheit der anliegenden Bevölkerung ebenfalls durch die Immission von Bioaerosolen aus Tierhaltungsanlagen beeinträchtigt wird, wurde in den Studien AABEL (Atemwegserkrankung und Allergien bei Einschulungskindern in ländlicher Region) und NiLS (Niedersächsische Lungenstudie) untersucht. Diese Studien konnten keine Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen der Bioaerosolkonzentration und Erkrankungen der Bevölkerung nachweisen.

Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass bei erhöhter Empfindlichkeit (Atopie) der exponierten Person bzw. bei einer ungewöhnlich hohen Exposition (mehr als 12 Ställe um Umkreis von 500 m zum Wohnort) gesundheitliche Beeinträchtigungen entstehen können. Die Exposition spielt demnach eine wichtige Rolle bei der Risikobewertung von Bioaerosolen. Bisher liegen jedoch nur wenige Daten zur Konzentration von Bioaerosolen in und um Tierhaltungsanlagen vor.

Mit dem Ziel die Emissions- sowie die Immissionssituation im Umfeld von Geflügelanlagen zu beschreiben, wurde in einem Projekt des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und Geologie in Sachsen zwei Legehennenanlagen sowie eine Putenmastanlage (nur Emission) hinsichtlich Bioaerosolkonzentration und -reichweite untersucht.

Den vollständigen Projektbericht finden Sie auf der Projektseite unter dem folgenden Link:

Köllitscher Fachgespräch »Stickstoffdeposition im Umfeld von Tierhaltungsanlagen«

Am 09. Juni 2010 lud das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zu einem Fachgespräch zum Thema »Stickstoffdeposition im Umfeld von Tierhaltungsanlagen« ein.
Es wurden Ergebnisse aus verschiedenen Projekten zu dieser Fragestellung vorgestellt und Schlussfolgerungen für die weitere Vorgehensweise empfohlen.

Vorträge:

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