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Buchführungsergebnisse 2017/2018

In der Broschüre »Buchführungsergebnisse der Landwirtschaft 2017/2018« werden die wirtschaftlichen Ergebnisse von insgesamt 476 landwirtschaftlichen und 28 gartenbaulichen Unternehmen im Zeitraum 2017/18 dargestellt. Dieser Abrechnungszeitraum reicht vom Kalenderjahr 2017 (vorrangig in Juristischen Personen) bis zum Wirtschaftsjahr 2017/18 (vorrangig in Natürlichen Personen), das am 30.06.2018 endet.

In der sächsischen Landwirtschaft fiel die Ernte 2017 schlechter aus als im Jahr 2016. Die Erträge bei Getreide lagen niedriger als 2016, aber immer noch leicht über dem langjährigen Mittel. Es wurden 2016 durchschnittlich 69,5 dt Getreide pro Hektar geerntet. Das waren über 7 % weniger als zur Ernte 2016, allerdings 1 % mehr als im Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2016. Im Deutschlandvergleich waren die sächsischen Getreideerträge 2017 leicht unterdurchschnittlich (99 %), in Deutschland insgesamt wurden 70,4 dt/ha LF geerntet. Beim Winterraps wurden in Sachsen Erträge in Höhe von 33,2 dt/ha erzielt. Damit fielen die Erträge 10 % geringer aus als zur Ernte 2016. Der durchschnittliche Winterrapsertrag lag in Deutschland bei 32,7 dt/ha LF.

Die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit ab dem Wirtschaftsjahr 2010/11 setzte sich in den Jahren 2013/14 bis 2015/16 nicht fort. Das „Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand“ sank in diesen drei Jahren im Durchschnitt aller Landwirtschaftsbetriebe insgesamt um 10.000 EUR/Arbeitskraft bzw. um 27 %. Im Jahr 2016/17 stieg es auf 29.500 EUR/Arbeitskraft bzw. um 5 % und im Jahr 2017/18 nochmals um 8.000 EUR/Arbeitskraft bzw. um 27 % im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr an. Dieses Ergebnis im Jahr 2017/18 lag 14 % über dem letzten fünfjährigen Mittel (2013/14 bis 2017/18 = 32.900 EUR/Arbeitskraft).

Die ausgewerteten Buchführungsabschlüsse zeigen, dass die Hauptursache für die deutlich verbesserte wirtschaftliche Situation die höheren Umsatzerlöse aus dem Milchverkauf der Unternehmen war. Diese ergaben sich aufgrund des höheren Milchpreises. Gewinn erhöhend wirkten gleichfalls höhere Zulagen und Zuschüsse (Öko-Prämie und produktbezogene Zahlungen Tierproduktion) und geringere Aufwendungen für Material im Bereich der Pflanzenproduktion, insbesondere für Düngemittel.

Gewinn mindernd wirkten demgegenüber die geringeren Umsatzerlöse aus der Marktfruchterzeugung - die Ertragsrückgänge zur Ernte 2017 schlugen sich hier nieder - und höhere Aufwendungen für Treib- und Schmierstoffe, Unterhaltung und Personal.

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