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Buchführungsergebnisse 2015/2016

In der Broschüre »Buchführungsergebnisse der Landwirtschaft 2015/2016« werden die wirtschaftlichen Ergebnisse von insgesamt 533 landwirtschaftlichen und 27 gartenbaulichen Unternehmen im Zeitraum 2015/16 dargestellt. Dieser Abrechnungszeitraum reicht vom Kalender-jahr 2015 (vorrangig in Juristischen Personen) bis zum Wirtschaftsjahr 2015/16 (vorrangig in Natürlichen Personen), das am 30.06.2016 endet.

In der sächsischen Landwirtschaft wurde 2015 eine eher durchschnittliche Ernte erzielt. Die Erträge bei Getreide, Hülsen- und Ölfrüchten lagen zwar niedriger als zur Spitzenernte 2014, aber höher als im langjährigen Mittel.
In Sachsen wurden durchschnittlich 72,9 dt Getreide pro ha landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF) geerntet. Das waren 9 % weniger als zur Ernte 2014 und 11 % mehr als im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2014.
Im Deutschlandvergleich waren die sächsischen Getreideerträge leicht unterdurchschnittlich (97%).
Beim Winterraps wurden in Sachsen Erträge in Höhe von 38,5 dt/ha erzielt. Damit waren die Erträge 16% geringer als zur Ernte 2014.

Die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit ab dem Wirtschaftsjahr 2010/11 setzte sich in den Jahren 2013/14 bis 2015/16 nicht fort. Das „Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand“ sank in den beiden Jahren 2013/14 und 2014/15 im Durchschnitt aller Landwirtschaftsbetriebe jeweils um 1.500 EUR/Arbeitskraft bzw. um 4 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2015/16 ging es auf 27.200 EUR/Arbeitskraft bzw. um 20 % im Vergleich zu 2014/15 zurück. Dieses Ergebnis lag gleichfalls 20 % unter dem letzten fünfjährigen Mittel (2011/12 bis 2015/16 = 33.600 EUR/Arbeitskraft).

Die ausgewerteten Buchführungsabschlüsse zeigen, dass die Hauptursache für die schlechtere wirtschaftliche Situation die geringeren Umsatzerlöse aus dem Milchverkauf in den Unternehmen darstellten. Diese ergaben sich aufgrund des Milchpreistiefs, das im gesamten Aus-wertungszeitraum herrschte.
Zusätzlich beeinflussten die geringeren Zulagen und Zuschüsse in den Landwirtschaftsbetrieben die Gewinnentwicklung negativ.
Geringere Aufwendungen für Material und für die Unterhaltung wirkten diesem Trend entgegen.

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