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Buchführungsergebnisse 2014/2015

In der Broschüre »Buchführungsergebnisse der Landwirtschaft 2014/2015« werden die wirtschaftlichen Ergebnisse von insgesamt 576 landwirtschaftlichen und 28 gartenbaulichen Unternehmen im Zeitraum 2014/15 dargestellt. Dieser Abrechnungszeitraum reicht vom Kalenderjahr 2014 (vorrangig in Juristischen Personen) bis zum Wirtschaftsjahr 2014/15 (vorrangig in Natürlichen Personen), das am 30.06.2015 endet.

In der sächsischen Landwirtschaft wurden 2014 überdurchschnittliche Erntemengen produziert. Die Erträge bei Getreide, Hülsen- und Ölfrüchten lagen deutlich höher als 2013 und auch höher als im langjährigen Mittel. In Sachsen wurden durchschnittlich 79,8 dt Getreide pro ha landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF) geerntet. Das waren 27 % mehr als zur Ernte 2013 und 26 % mehr als im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2013. Auch im Deutschlandvergleich waren die sächsischen Getreideerträge leicht überdurchschnittlich. Beim Winterraps wurden in Sachsen Erträge in Höhe von 46 dt/ha erzielt, was einem 25 %-igen Zuwachs gegenüber der Ernte 2013 entsprach. Der durchschnittliche Winterrapsertrag lag in Deutschland bei 44,8 dt pro ha LF.

Die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit ab dem Wirtschaftsjahr 2010/11 setzte sich in den Jahren 2013/14 und 2014/15 nicht fort.

Das „Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand“ sank in diesen beiden Jahren im Durchschnitt aller Landwirtschaftsbetriebe jeweils um 1.500 EUR/Arbeitskraft bzw. um 4 % auf 34.200 EUR/Arbeitskraft im Jahr 2014/15. Dieses Ergebnis lag auf dem Niveau des letzten fünfjährigen Mittels (2010/11 bis 2014/15 = 34.600 EUR/Arbeitskraft

Die Hauptursache für die schlechtere wirtschaftliche Situation waren die geringeren Umsatzerlöse aus der tierischen Veredlung, insbesondere aus dem Milch- und Rind-/Schweinefleischverkauf. Diese ergaben sich aus den rückläufigen Preisen für die Produkte. Zusätzlich beeinflussten die leicht gestiegenen Personalaufwendungen und Abschreibungen in den Landwirtschaftsbetrieben die Gewinnentwicklung negativ. Die höheren Umsatzerlöse aus dem Getreide- und Ölsaatenverkauf wirkten diesem Trend entgegen.

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