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Bienenhaltung in Sachsen

Das Bundeslandwirtschaftsministerium schätzt den Nutzen der Bienen (Bestäubung und Honigproduktion) auf mindestens 2 Milliarden Euro. In der EU wird die Biene aufgrund Ihrer Leistung nach dem Rind und dem Schwein als drittwichtigstes Nutztier betrachtet.

Im Jahr 2018 wurden nach Erhebungen des Deutschen Imkerbundes rund 900.000 Bienenvölker von fast 130.000 Imkern gehalten. Der Trend zunehmender Völkerzahlen setzt sich auch im Freistaat Sachsen kontinuierlich fort. Die ca. 4.000 im Landesverband Sächsischer Imker e.V. organisierten Imker halten ca. 34 170 Bienenvölker, waren es vor 5 Jahren noch ca. 500 Imker und 6.000 Bienenvölker weniger. Ein reichhaltiges Fortbildungsangebot für sächsische Imker und  gezielte Fördermaßnahmen des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie förderte die Gewinnung von Neuimkern.

Im Mittel ernteten die sächsischen Imker im Jahr 2018 pro Volk 23 kg Honig. Im Bundesmittel lag der Honigertrag bei ca. 18 kg/Volk.

Die Landbewirtschaftung bietet, neben vielen anderen Bereichen der Gesellschaft, Möglichkeiten den Schutz der Honigbiene und anderer Insekten zu verbessern und deren Lebensgrundlage zu erhalten. Ziel des dritten Workshops »Landwirt, Obstbauer und Imker im Gespräch«  war es, die verschiedenen Akteure auf die verschiedenen Bedingungen der Wirtschaftsweisen aller Partner aufzuklären. Dazu referierte Herr Dr. Hardt, von der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen in Sachsen und gleichzeitig Vertreter des Landesverbandes Sächsischer Imker e.V., über die Grundlagen der Gesunderhaltung von Bienenvölkern. Im Anschluss daran, berichtete Herr Jan Siedentopf, als ehemaliger Masterstudent der Fachhochschule Anhalt, aus seiner Masterarbeit zur Analyse des Pollens im Honig, um die Herkunft bzw. die Sortenreinheit zu quantifizieren.

Ein weniger praktizierter Ordnungssinn kann in Sachsen dem Insektensterben bereits entgegensteuern und einen wichtigen Beitrag leisten, wenn es gesetzlich erlaubt wäre. Darauf machte Herr Michael Deussen vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie aufmerksam. Dieser stellte das Ansinnen und die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen einer Förderung im Rahmen einer Agrarumwelt- und Klimamaßnahme heraus. Anschließende berichtete Herr Andreas Wilhelm von der Agrarberatung Wilhelm, welche Probleme der Agrarmarkt international und national bereitet und wie die Maßnahmen im Bereich der Landwirtschaft von der Anpflanzung von Obstgehölzen als Gemeindegürtel bis hin zu dem Umgang mit Blütenbehandlungen im Raps zu realisieren sind. Anschließende stellte Herr Philipp Steuer vom Sächsischen Landesverbandes des Naturschutzbundes Deutschland die bereits erfolgreich praktizierten Maßnahmen im Obstbau in Sachsen im Rahmen des Projektes PRO-Planet vor, um für die Teilnehmer weitere Denkanstöße zur Erhöhung des Trachtangebotes zu liefern. Nach den Vorträgen zum Schutz der Insekten und zur Förderung der Honigbiene, stellten die Praktiker Frau Elke Neubert vom Walkmühlenhof in Torgau und Herr Maxim Steinhardt vom gastgebenden Agrarbetrieb, zusammen mit ihren jeweiligen Imkern, ihre betriebliche Maßnahmen zum Bienenschutz vor. Diese reichten von der Unterlassung einer Blütenbehandlung, über die Anlage von Blühstreifen, der Erweiterung der Fruchtfolge mit Trachtkulturen, die Anlage von Totholz – oder Steinhaufen bis hin zur Bereitstellung von imkerlichen Equipment. Die zwei Landwirte und ihre Imker demonstrierten durch ihre Beiträge die Funktionstätigkeit des Miteinanders von Landwirten und Imkern im Sinne der Insekten, wenn die Kommunikation stimmt.

Diese Veranstaltung bildete die Grundlage, um im kommenden Jahr die gewonnenen Anliegen aller Parteien gemeinsam in Diskussionsrunden aufzugreifen, zu konkretisieren und anschließend mit Experten gegenseitige Tipps und Tricks zum Schutz der Honigbiene zu erarbeiten.

 

»Landwirt, Obstbauer und Imker im Gespräch« am 29. Januar 2019 in Memmendorf

© LfULG

Landwirte, Imker und Obstbauern informierten sich über die verschiedenen Ursachen von Völkerverlusten der Imker und zeigten gegenseitige Zwänge auf…

 

Die Landbewirtschaftung bietet neben vielen anderen Bereichen der Gesellschaft Möglichkeiten den Schutz der Honigbiene und anderer Insekten zu verbessern und deren Lebensgrundlage zu erhalten. Ziel des dritten Workshops »Landwirt, Obstbauer und Imker im Gespräch«  war es, die verschiedenen Akteure auf die verschiedenen Bedingungen der Wirtschaftsweise aller Partner aufzuklären. Dazu berichtete Herr Dr. Hardt von der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen in Sachsen und gleichzeitig Vertreter des Landesverbandes Sächsischer Imker e.V. über die Grundlagen einer fachgerechten Bewirtschaftung  und die Gefahren in der Erkrankung von Bienen. Im Anschluss daran erläuterte Herr Jan Siedentopf als ehemaliger Masterstudent der Fachhochschule Anhalt aus seiner Masterarbeit zur Analyse des Pollens im Honig, um die Herkunft bzw. die Sortenreinheit zu quantifizieren.

Ein weniger praktizierter Ordnungssinn kann in Sachsen dem Insektensterben bereits entgegensteuern und einen wichtigen Beitrag leisten, wenn es gesetzlich erlaubt wäre. Darauf machte Herr Michael Deussen vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie aufmerksam. Dieser stellte das Ansinnen und die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen einer Förderung im Rahmen einer Agrarumwelt- und Klimamaßnahme heraus. Anschließende berichtete Herr Andreas Wilhelm von der Agrarberatung Wilhelm, welche Probleme der Agrarmarkt international und national bereitet und wie die Maßnahmen im Bereich der Landwirtschaft von der Anpflanzung von Obstgehölzen als Gemeindegürtel bis hin zu dem Umgang mit Blütenbehandlungen im Raps zu realisieren sind. Anschließende stellte Herr Philipp Steuer vom Sächsischen Landesverbandes des Naturschutzbundes Deutschland die bereits erfolgreich praktizierten Maßnahmen im Obstbau in Sachsen im Rahmen des Projektes PRO-Planet vor, um für die Teilnehmer weitere Denkanstöße zur Erhöhung des Trachtangebotes zu liefern. Nach der Theorie der Maßnahmen zum Schutz der Insekten und zur Förderung der Honigbiene stellten die Praktiker Frau Elke Neubert vom Walkmühlenhof in Torgau und Herr Maxim Steinhardt vom gastgebenden Agrarbetrieb zusammen mit ihren jeweiligen Imkern die betriebliche Maßnahmen zum Bienenschutz vor. Diese reichten von der Unterlassung einer Blütenbehandlung, über die Anlage von Blühstreifen, der Erweiterung der Fruchtfolge mit Trachtkulturen, die Anlage von Totholz – oder Steinhaufen bis hin zur Bereitstellung von imkerlichen Equipment. Die zwei Landwirte und ihre Imkern des Vertrauens demonstrierten durch ihre Beiträge die Funktionstätigkeit des Miteinanders von Landwirten und Imkern im Sinne der Insekten, wenn die Kommunikation stimmt.

Diese Veranstaltung bildete die Grundlage, um im kommenden Jahr die gewonnen Anliegen aller Parteien gemeinsam in Diskussionsrunden aufzugreifen, zu konkretisieren und anschließend mit Experten gegenseitige Tipps und Tricks zum Schutz der Honigbiene zu erarbeiten.

Vortäge

Wie werde ich ein Imker oder eine Imkerin?

Wenn Sie sich für das »Imkern«, also für das Halten von Honigbienen entschieden haben, führen Sie künftig eine interessante und nützliche Freizeittätigkeit aus. Auch nach langjähriger Praxis gewinnen Sie ständig neue Erfahrungen mit den Bienen und der Natur. Der zu erntende Honig ist ein hochwertiges Nahrungsmittel.

Ihr zuständiger Orts-Imkerverein gibt Ihnen wichtige Hinweise für die Arbeit mit den Bienen. 

Förderung von Neu-Imkern und Neu-Imkerinnen

Folgende Kriterien können für die Gewährung von Zuwendungen
zur Gewinnung von Neuimkern im Freistaat Sachsen angewendet werden:

 

Die Honigbiene

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