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Auftreten 2013

Auftreten 2013

Nach dem im letzten Jahr zum ersten Mal in Sachsen ein Käfer des Westlichen Maiswurzelbohrers in der Nähe von Dresden gefunden wurde, ist Ende August 2013 zum zweiten Mal ein Maiswurzelbohrer nun in Ostsachsen gefangen worden. Bei der jährlichen sachsenweiten routinemäßigen Überwachung des Auftretens dieses gefährlichen Maisschädlings wurde ein verdächtiger Käfer in einer Falle an einem Feldrand in der Nähe von Kodersdorf festgestellt und anschließend im Labor identifiziert.

Entsprechend der EU-Entscheidung 2003/766/EG und der Maiswurzelbohrer-Bekämpfungsverordnung wurden eine Befallszone im Radius von 1 km um den Fundort des Käfers und eine Sicherheitszone im Radius von ca. 5 km um die Grenze der Befallszone eingerichtet und in der Allgemeinverfügung des LfULG vom 4.9.2013 festgelegt. In beiden Zonen wurden weitere Fallen aufgehängt und werden bis zum 30.9.2013 wöchentlich kontrolliert, um das Ausmaß des Auftretens des Westlichen Maiswurzelbohrers festzustellen.

Folgende Maßnahmen sind zur Bekämpfung des Westlichen Maiswurzelbohrers in den einzelnen Zonen verbindlich:
In der Befallszone, (mindestens 1 km um den Fundort):

  • der im Jahr 2013 angebaute Mais darf nicht vor dem 1. Oktober geerntet und verbracht werden
  • Erde von Maisfeldern darf nicht aus der Befallszone verbracht werden
  • Reinigung der auf den Maisfeldern genutzten landwirtschaftlichen Maschinen bevor sie die Befallszone verlassen
  • in den folgenden zwei Jahren gilt ein Anbauverbot für Mais
  • in den folgenden zwei Jahren ist jeglicher Maisdurchwuchs zu entfernen
  • regelmäßige Überwachung mit Hilfe von Sexualpheromonfallen

In der Sicherheitszone, (mindestens 5 km um die Befallszone):

  • in zwei aufeinanderfolgenden Jahren darf nur einmal Mais angebaut werden

Die Abgrenzung der Zonen gilt zunächst bis Ende 2015, sofern kein weiteres Auftreten des Westlichen Maiswurzelbohrers festgestellt wird. In dieser Zeit erfolgt eine intensive Überwachung. Werden keine Käfer mehr gefangen, werden in der Regel die Zonen aufgehoben. Verstärkt sich der Befall, müssen die Zonen ausgeweitet werden.

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