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Agrarbusiness - Cluster Gartenbau

Beschreibung des Indikators

Der Cluster Gartenbau ist die Zusammenfassung des Gartenbaus an sich und der ihm vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche. Die Bedeutung wird anhand der ökonomischen Größen Beschäftigte, Umsatz und Bruttowertschöpfung dargestellt. Die Bruttowertschöpfung betrachtet näherungsweise den Umsatz abzüglich der Vorleistungen, bewertet zu Herstellungskosten.
Die erforderlichen Daten sind aus unterschiedlichsten amtlichen Statistiken (z. B. Agrarstrukturerhebung, volkswirtschaftliche Gesamtrechnung) zusammengestellt. Ein Teil der Angaben für Sachsen wurde mittels Regression aus bundesdeutschen Werten geschätzt. Da der Gartenbau in der bei diesem Indikator verwendeten Abgrenzung die Gemüse-, Obst- und Zierpflanzenproduktion und die Baumschulen umfasst, ist der Indikator nicht mit anderen Indikatoren im Sektor Gartenbau vergleichbar. Alle Daten beziehen sich auf das Jahr 2010.
Die Darstellung folgt dem Zwiebelmodell von Fluck & Dirksmeyer. Demnach stellt der Produktionsgartenbau den Kernbereich des Gartenbaus dar. Die erste Schale sind die direkt vor- bzw. nachgelagerten Bereiche, z. B. die Herstellung von Düngemitteln bzw. die Ernährungswirtschaft und der Großhandel. In der zweiten, quasi etwas entfernteren Schale sind u. a. die Torfgewinnung (vorgelagert) oder Einzelhandel und Gastronomie (nachgelagert) zu finden. Die dritte Schale umfasst Bereiche wie Bau oder Wasser- und Energieversorgung. Stufenübergreifende Wirtschaftszweige sind z. B. Versicherungen, Steuerberatung oder Werbung.
Agrarbusiness - Cluster Gartenbau

Grafik: Bedeutung des Clusters Gartenbau (Quelle: Clusterstudie Gartenbau, LfULG-Schriftenreihe, Heft 26/2013)

Aussage des Indikators

Mit dem hier gewählten Ansatz ist es möglich, die Bedeutung des Gartenbaus in einen größeren Kontext zu stellen. In vielen Wirtschaftsbereichen werden Beschäftigung und Umsätze generiert, die ohne den Produktionsgartenbau nicht oder nur eingeschränkt möglich wären.

Bewertung für Sachsen

Der Produktionsgartenbau spielt - volkswirtschaftlich gesehen - in Sachsen nur eine untergeordnete Rolle. Die Darstellung zeigt, dass der Sektor eine wertschöpfungsinduzierende Wirkung in anderen Wirtschaftszweigen hat. In den vor- und nachgelagerten Bereichen, speziell im Groß- und Einzelhandel sowie in der Ernährungsindustrie (z. B. Saft-Herstellung) werden hohe Umsätze generiert.
Die hier dargestellten Informationen beziehen sich auf das Jahr 2010. Auch wenn sich bei den Daten im Detail Änderungen ergeben haben, kann davon ausgegangen werden, dass die Relationen in der Tendenz nach wie vor Bestand haben.
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