1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Signet sachsen.de

Staatsbetrieb Sachsenforst

Inhalt

Pressemappe

Kurzporträt Sachsenforst

Leistungen für Waldbesitzer

Beratung und Betreuung privater Waldbesitzer
Sachsen ist etwa zu einem Drittel bewaldet. Fast die Hälfte des sächsischen Waldes ist Privateigentum, 85 000 Waldbesitzer nennen ein Stück Wald ihr Eigentum. Die eigens für private und körperschaftliche Waldbesitzer zuständigen Revierförster des Staatsbetriebes Sachsenforst beraten kostenlos über Möglichkeiten der Waldbewirtschaftung, des Naturschutzes im Wald, der Inanspruchnahme von Fördermitteln oder zu Waldbesitzerzusammenschlüssen. Darüber hinaus können auf Basis von Betreuungsverträgen Leistungen für private Waldbesitzer, wie die Organisation des Holzeinschlages oder der Holzverkauf, übernommen werden. Für Kommunen, Kirchgemeinden und andere Körperschaften übt Sachsenforst den forstlichen Revierdienst und die forsttechnische Betriebsleitung aus und unterstützt beim Holzverkauf.

Aus- und Fortbildung
Insbesondere für private Waldbesitzer und auch andere Interessierte werden forstfachliche Aus- und Fortbildungsveranstaltungen wie beispielsweise zum sicheren Gebrauch der Motorsäge oder zur Pflanzung angeboten.

Berufsausbildung

An verschiedenen Forstlichen Ausbildungsstätten des Staatsbetriebes besteht die Möglichkeit, den Beruf des Forstwirtes/der Forstwirtin zu erlernen. Im Rahmen einer Anwärter- bzw. Referendarzeit werden Absolventen
von Fachhochschulen und Universitäten ausgebildet.

Wissenschaft und Forschung

Im Kompetenzzentrum Wald und Forstwirtschaft werden über eine praxisorientierte Ressortforschung Grundlagen für forstbetriebliche Entscheidungsprozesse für die Bewirtschaftung des sächsischen Staatswaldes entwickelt. In der Verantwortung für den Gesamtwald in Sachsen werden zudem die fachlichen Voraussetzungen für die Beratung privater und körperschaftlicher Waldbesitzer geschaffen. Sachsenforst stellt für die Vollzugsaufgaben der unteren Forstbehörden an den Landkreisen und kreisfreien Städten landesübergreifend
wissenschaftlich gesicherte Informationen bereit.

Das Kompetenzzentrum ist untergliedert in die Referate

  • Waldbau, Waldschutz
  • Forstgenetik, Forstpflanzenzüchtung
  • Bodenmonitoring, Standorterkundung, Labor
  • Forsteinrichtung, Waldbewertung, Waldinventuren
  • FGIS, Kartographie, Vermessung.
Aufgabenumfang des Kompetenzzentrums Wald und Forstwirtschaft:

Aufgabenumfang des Kompetenzzentrums Wald und Forstwirtschaft:

Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen im Landeswald

In der Bewahrung und Verbesserung der biologischen Vielfalt, der Anpassung der Waldformationen an sich ändernde Umweltbedingungen und der Bereitstellung des nachwachsenden Rohstoffes Holz bestehen die bedeutenden Ziele der Waldbewirtschaftung im 201.805 Hektar umfassenden sächsischen Staatswald. Sachsenforst steht für Schaffung, Erhalt und Ausbau naturnaher, gesunder und leistungsfähiger Mischwälder, die einer Vielzahl heimischer Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum dienen.

Naturschutz und Landschaftspflege
Die Wälder im Eigentum des Freistaates Sachsen haben für den Schutz der Natur und Landschaft eine herausragende Bedeutung. Rund 40 Prozent der sächsischen Naturschutzgebietsfläche sowie ein Viertel der in Sachsen ausgewiesenen Natura- 2000- Flächen befinden sich im Staatswald. Natura- 2000- Managementpläne werden dementsprechend umgesetzt. Weitere Maßnahmen, die speziell der Umsetzung von Naturschutzzielen dienen, sind die Renaturierung von Mooren sowie der Begleitvegetation von Fließ- und Stillgewässern, Teichsanierungen, die Anlage von Waldinnen- und Außenrändern, Wiesenpflege- und verschiedene Artenschutzprojekte.

Nachwachsender Rohstoff Holz
Wald ist wichtiger Wirtschafts- und Arbeitsraum. Im Rahmen einer nachhaltigen und ökologisch orientierten Waldbewirtschaftung stellt Sachsenforst jährlich rund eine Million Kubikmeter Holz aus dem sächsischen Staatswald der Säge-, Holzwerkstoff- und Zellstoffindustrie sowie der Energiebranche zur Verfügung. Beim Einsatz moderner Forsttechnik hat die Schonung natürlicher Ressourcen oberste Priorität.

Zertifizierung
Der sächsische Staatswald ist nach dem Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) zertifiziert. Vorrangiges Ziel von PEFC ist die Dokumentation der nachhaltigen Waldbewirtschaftung im Hinblick auf ökonomische, ökologische und soziale Standards.

Generationenaufgabe Waldumbau
Wald und Forstwirtschaft in Sachsen werden zunehmend durch komplex wirkende Veränderungen von Klima und Böden beeinflusst. Im Rahmen der Anpassung der Wälder an sich ändernde Umweltbedingungen werden jährlich rund 1.300 Hektar Fichten- und Kiefernforsten im Staatswald in Mischwälder umgebaut. Dafür werden jährlich im Staatswald neun Millionen junge Waldbäume wie Eiche, Buche, Bergahorn oder Weißtanne gepflanzt. Die Wiedereinbringung der Weißtanne stellt das größte Artenschutzprojekt in den sächsischen Wäldern dar. Die Ausübung der Jagd nimmt eine Schlüsselfunktion ein und dient sowohl der Investitionssicherung des Waldumbaus als auch der biologischen Vielfalt im Wald. Die Bodenschutzkalkung ist die elementare Grundlage für den Waldumbau auf Mittelgebirgsstandorten.

Erholung im Wald, Waldpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit
Wald ist Erholungs- und Bildungsraum von unvergleichlichem Wert. Er wird von Waldbesitzern und Förstern gestaltet. Seine Bedeutung für den Aktiv- und Erholungstourismus steigt zunehmend. Ob beim Wandern, Spazierengehen, dem Beerensammeln oder Fahrradfahren, die Basis für jegliche Freizeitgestaltung im Wald bildet das gut ausgebaute Wegenetz. Die Sicherung und Weiterentwicklung bedarfsgerechter Erholungsleistungen ist dabei eine der zentralen gesellschaftlichen Aufgaben des Staatsbetriebes Sachsenforst. Der zunehmenden
Entfremdung der Bevölkerung von Wald und Natur wirkt Sachsenforst gezielt mit wald- und umweltpädagogischen Führungen, Aktionstagen und Veranstaltungen entgegen.

Verantwortung als Amt für Großschutzgebiete

Sachsenforst trägt mit den Aufgaben eines Amtes für Großschutzgebiete in besonderer Weise Verantwortung für den Naturschutz: für Schutz, Pflege und Entwicklung in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz, im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft sowie in Sachsens größten Naturschutzgebieten "Königsbrücker Heide" und "Gohrischheide und Elbniederterrasse Zeithain". Als Naturschutzfachbehörde gewährleistet Sachsenforst in Kombination mit dem praktischen Gebietsmanagement in diesen sensiblen Gebieten den besonderen Schutz der Natur und wirkt für einen Ausgleich der Interessen vor Ort.

Die Nationalparkregion Sächsische Schweiz
Durch das Management des einzigen sächsischen Nationalparks gelingt es, die einmalige Naturausstattung der Sächsischen Schweiz zu erhalten und zu entwickeln, aber dennoch jährlich 2 bis 3 Mio. Besuchern rund 400 km hervorragend markierte Wanderwege und 50 km Radrouten anzubieten und auf über 700 Klettergipfeln Klettersport zu ermöglichen. Die Nationalparkverwaltung hat ihren Sitz in Bad Schandau.

Das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
Es umfasst eine Fläche von rund 30.000 Hektar, die zu knapp 50 % mit Wald bestockt ist. Neben Wäldern prägen Gewässer und Teiche, landwirtschaftliche Nutzflächen sowie Siedlungs- und Verkehrsflächen das abwechslungsreiche Landschaftsbild. Die ungewöhnliche Landschaft mit unterschiedlichsten Landschaftselementen ermöglicht es einer Vielzahl von Pflanzen- und Tiergesellschaften, in einem relativ
begrenzten Gebiet zu leben. Die Verwaltung des Biosphärenreservates hat ihren Sitz im ostsächsischen Guttau, OT Wartha.

Die Naturschutzgebiete Königsbrücker Heide, Gohrischheide und Elbniederterrasse Zeithain
Sie erstrecken sich auf früheren Truppenübungsplätzen, die vor über 100 Jahren eingerichtet worden waren. Die Königsbrücker Heide ist geprägt durch eine wasser- und offenlandreiche Waldlandschaft. Sie umfasst 6.932 Hektar und ist eines der größten Naturschutzgebiete Deutschlands. Das NSG Gohrischheide und Elbniederterrasse Zeithain ist durch einen überwiegend trockenen Wald- Offenland- Komplex geprägt und umfasst einschließlich eines verbindenden Erweiterungsgebietes 2.860 Hektar. Die Verwaltung beider Schutzgebiete hat ihren Sitz in Königsbrück.

Obere Forst- und Jagdbehörde

Als Obere Forst- und Jagdbehörde Sachsens bearbeitet Sachsenforst forstpolitische und umweltrelevante Aufgaben zur Umsetzung des Waldgesetzes für den Freistaat Sachsen und wirkt bei der Durchführung anderer den Wald berührender Gesetze mit. Damit verbunden sind die Aufgaben als Fachaufsichtsbehörde über die unteren Forst- und Jagdbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte.

Weitere Bestandteile des Aufgabenspektrums sind die Erarbeitung von Managementplänen für Flora-Fauna-Habitat-(FFH-)gebiete, die fortlaufende Aktualisierung der Waldbiotopkartierung, die Waldfunktionenkartierung sowie die Erstellung der Forstlichen Rahmenpläne. Grundsätzliche Angelegenheiten des Naturschutzes im Wald, insbesondere zur Umsetzung der FFH- und Vogelschutzrichtlinie der EU, werden durch Sachsenforst als Obere Forst- und Jagdbehörde bearbeitet.

Mit einer zentralen Bewilligungsstelle sorgt der Staatsbetrieb für eine kompetente Bearbeitung von forstlichen Förderanträgen der privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer im Freistaat.

Zahlen und Fakten

Kennzahlen des Geschäftsjahres 2009

naturale Charakteristik Kennzahl
hoheitlich betreute Waldfläche in Sachsen: 521 306 ha
betreute Körperschaftswälder 28 840 ha
darin kommunale Forstbetriebe 447
darin kirchliche Forstbetriebe 334
Beratungsgespräche Privatwald
(1. 1. – 31. 12. 2009)
17 222
Landeswaldfläche 201 805 ha
Vorrat im Landeswald 319 m³
(Fm m. R.)
Holzeinschlag im Landeswald insgesamt
(1. 1. – 31. 12. 2009)
957 612 m³
(Fm o. R.)
Bodenschutzkalkung im Landeswald 5 156 ha
Saaten und Pflanzungen für Waldumbau und Waldschadenssanierung im Landeswald 1 270 ha
betreute Regiejagdfläche 200 116 ha
finanzielle Kenngrößen Kennzahl
Ertrag 99,96 Mio. Euro
- davon Ertrag aus öffentlichen Aufgaben 49,43 Mio. Euro
- davon Ertrag aus Erwerbstätigkeit, insbes.
   Holzverkauf sowie hoheitlicher Tätigkeit
43,21 Mio. Euro
- davon sonstige Erträge 7,32 Mio. Euro
Aufwand 99,17 Mio. Euro
- davon Personalaufwand 61,97 Mio. Euro
- davon Sachaufwand 37,20 Mio. Euro
Auszahlungen für Investitionen in das
Anlagevermögen (inkl. GwG)
7,76 Mio. Euro
betriebswirtschaftliche Kenngrößen Kennzahl
Erlöse aus dem Holzverkauf 38,45 Mio. Euro
Erlöse aus Grundstücksnutzung 1,42 Mio. Euro
Erlöse aus Nebenprodukten 2,69 Mio. Euro
Erlöse aus der Regiejagd 1,51 Mio. Euro
Erlöse aus Dienstleistungen 0,42 Mio. Euro
Kosten für die Produktion von Holz und anderen Erzeugnissen 45,31 Mio. Euro
Kosten für Waldumbau und Waldschadenssanierung 15,73 Mio. Euro
Kosten für die Bodenschutzkalkung im Landeswald 1,44 Mio. Euro
Personal und Organisation Kennzahl
Vollbeschäftigte 1 269,8 VZÄ
Auszubildende 167 Pers.
Forstbezirke 12
Großschutzgebiete 3
Forstreviere 184
Forstliche Ausbildungsstätten 2
Samendarre 1
Forstbaumschulen 3
Maschinenstationen 2
Waldschulheime 3
Wildgehege 2
Betreute Personen im Rahmen der Waldpädagogik 59 044 Pers.

Organisationsplan

Geschäftsberichte

Geschäftsbericht 2009

Geschäftsbericht 2009

Broschüre

Geschäftsbericht 2008

Geschäftsbericht 2008

Broschüre

Geschäftsbericht 2007

Geschäftsbericht 2007

Broschüre

Geschäftsbericht 2006

Geschäftsbericht 2006

Broschüre

Marginalspalte

Bild: Logo Sachsenforst

Pressesprecher

Staatsbetrieb Sachsenforst

Daniel Thomann

  • BesucheradresseBesucheradresse:
    Staatsbetrieb Sachsenforst
    Geschäftsleitung
    Bonnewitzer Str. 34
    01796 Pirna OT Graupa
  • TelefonTelefon: 03501 - 542 166
  • TelefaxTelefax: 03501- 542 213
  • E-MailE-Mail
  • Internetseitewww.sachsenforst.de