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Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

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Energiefruchtfolgen und Sorghumhirse für die Biogasproduktion - Fachtagung am 01.09.2008 in Trossin

Vielfältig gestaltete Energiefruchtfolgen und die Prüfung neuer Kulturen sind ein geeigneter Weg, die aus Sicht des Ertragsrisikos sowie Natur- und Umweltschutzes geforderte Biodiversität des Anbaus zu erhöhen. Darüber hinaus sind über solche Anbausysteme nachhaltig hohe Erträ-ge an energetisch verwertbarer Biomasse zu erzeugen. Die Fachver-anstaltung soll hierzu einen Beitrag leisten. In den Fachvorträgen wer-den für leichte, trockene Standorte Mitteldeutschlands leistungsstarke Fruchtfolgesysteme vorgestellt, die Energiepflanzen mit klassischen Nahrungs- und Futterpflanzen kombinieren.
Die anbautechnische Prüfung von Sorghumhirse dient dem Ziel, unter diesen Boden- Klimabedingungen einen nachhaltigen und risikoarmen Anbau von Energiepflanzen zu sichern. Im Sinne der Umweltwirkung werden für verschiedene nachwachsende Rohstoffe Nährstoff- und Humusbilanzen untersucht.

Auf leichten , diluvialen Böden Mitteldeutschlands wurden acht verschiedene Fruchtfolgesysteme mit Energiepflanzen für die Biogasproduktion bezüglich ihrer Ertrags-und Biogasleistung  untersucht.Die leistungsfähigsten Fruchtfolgen erzielten kumulative Trockenmasseerträge von 430 dt TM /ha mit einer theoretischen Methanleistung von 12000 m3 / ha.Wichtige Fruchtfolgeglieder in diesen Anbausystemen waren  der Energiemais, das Sudangras, die Zuckerhirse sowie Kartofelln und Ganzpflanzengetreide.Nährstoff-und Humusbilanzen liefern Nachweis,dass neben einer mineralischen Düngung auch die Rückführung der Gärreste für ausgeglichene Salden notwendig ist.Erste ökonomische Aussagen für die wichtigsten Fruchtfolgeglieder belegen ,dass  Mais , Sorghumhirse und Ganzpflanzengetreide  den höchsten Gewinn gemessen an der Methamleistung sichern .

Die anbautechnischen Untersuchungen zu Sorghumhirse (Sudangras , Zuckerhirse ) machen deutlich , dass diese Kulturen für die mitteldeutschen Trockengebiete eine interessante Ergänzung zum Mais darstellen.Die besten Sorten ( »Lussi« und »Goliath« )  erreichten 80 -  90 % des Ertrages der Energiemaissorten.In Jahren mit starker Trockenheit und Wärme minderten sie deutlich das Ertragsrisiko auf leichten Böden. Zur Ernte sollte ein Trockensubstanzgehalt von ca. 25 -27 % TS bei den Sorghumhirsen angestrebt werden.

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Bild: Energiefruchtfolgen und Sorghumhirse für die Biogasproduktion - Fachtagung am 01.09.2008 in Trossin

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Abteilung Pflanzliche Erzeugung

Dr. Christian Röhricht, Stefan Schröder, Angelika Groß-Ophoff

Programm zur Fachtagung