Anbau von Tafeläpfeln unter Hagelnetz
Hagelschäden sind zunehmend von wirtschaftlicher Bedeutung für den Apfelanbau in Sachsen. So wurden 2004 35% der Anbaufläche von Kernobst geschädigt. Betroffen sind alle Apfelanbauer auf 2857 ha (60% der gesamten Obstanbaufläche in Sachsen).
Der verbreitete internationale Einsatz von Hagelschutznetzen hat gezeigt, dass der geringere Lichtgenuss unter Hagelnetzen zu Problemen bei der Ausfärbung und im Blütenbesatz führt. Daneben treten Probleme mit zu starkem Wuchs und verstärktem Fruchtfall auf. Es ist daher zu prüfen, ob der kostenintensive Aufbau von Hagelnetzen unter den natürlichen Bedingungen Sachsens eine rentable Produktion von Qualitätsäpfeln zulässt. Die Ergebnisse sind von Interesse für die Obstbaubetriebe Sachsens, die Beratung und beeinflussen über die Sortenwahl die Strategie des Apfelanbaus in Sachsen.
In einem Teilversuch in einem Praxisbetrieb im Raum Leipzig soll der Anbau unter hohem Hagelnetz vergleichend untersucht und betriebswirtschaftlich gewertet werden.
Die Forschungsergebnisse werden über die Zwischenberichte, Fachveranstaltungen, Veröffentlichungen in der Fachpresse, im Internet und im INFO-Dienst fortlaufend publiziert.
