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Rechtliche Rahmenbedingungen, Verordnungen

Verordnungen (EG) 834/07 und (EG) 889/08

Einzuhaltende Vorschriften bei ökologischer Wirtschaftsweise

  • Alle Unternehmen, die Öko-Produkte mit dem Ziel der Vermarktung erzeugen, verarbeiten/aufbereiten, lagern oder im- und exportieren, müssen sich an die Vorschriften der EG-Öko-Verordnungen halten und sich dem EU-Öko-Kontrollsystem unterstellen; die Verordnungen gelten für sämtliche lebende und unverarbeitete Agrarerzeugnisse sowie Lebensmittel, Futtermittel als auch vegetatives Vermehrungsmaterial und Saatgut für den Anbau
  • Die Begriffe »Biologisch« und »Ökologisch« werden synonym gebraucht.
  • Betriebe, die einem ökologischen Anbauverband angeschlossen sind (z.B. Gäa, Demeter, Naturland, Bioland), dürfen ihre Produkte zusätzlich mit dem entsprechenden Verbandszeichen ausloben.
  • Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) und aus oder durch GVO hergestellte Erzeugnisse dürfen nicht als Lebensmittel, Futtermittel, Verarbeitungshilfsstoff, Pflanzenschutzmittel, Düngemittel, Bodenverbesserer, Saatgut, vegetatives Vermehrungsmaterial, Mikroorganismus oder  Tier in der ökologischen Produktion verwendet werden.
  • Die Verwendung ionisierender Strahlung zur Behandlung ökologischer Lebens- oder Futtermittel oder der in ökologischen Lebens- oder Futtermitteln verwendeten Ausgangsstoffe ist verboten.

Regelungen zur Verwendung von Saatgut und Pflanzkartoffeln

Mit der seit 01.01.2009 gültigen Verordnung (EG) 834/07 und den dazu in der Verordnung (EG) 889/08 erlassenen Durchführungsbestimmungen wurde an der bisherigen Regelung zur Verwendung von Saatgut und Pflanzkartoffeln im ökologischen Landbau keine Änderung vorgenommen. Als Instrument zur Kontrolle und Dokumentation der Verfügbarkeit von ökologischem Saatgut und Pflanzkartoffeln haben die einzelnen Mitgliedsstaaten jeweils eine Datenbank eingerichtet. Auf Bundesebene wurde eine einheitliche Datenbank erstellt, die im Internet unter http://www.organicxseeds.de/ zu erreichen ist.

Informationen für Verpächter von landwirtschaftlichen Nutzflächen

Mit der Umstellung auf ökologischen Landbau erfolgt eine deutliche Änderung der Bewirtschaftung von Acker- und Grünland. Das Faltblatt beantwortet die Fragen von Verpächtern von landwirtschaftlicher Nutzflächen zu dieser extensiven Bewirtschaftungsform.

  • Faltblatt herunterladen
    [Download,*.pdf, 0,10 MB]

    Es zeigt z. B. wie der Verzicht auf Herbizide und mineralischen Stickstoffdünger durch alternativen in der Unkrautregulierung und Düngung ausgeglichen wird und somit der Wert der Pachtsache gesichert wird.

Handlungsgrundlage zur Bedarfsanerkennung von Düngemaßnahmen

In den Erzeugervorschriften der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 (EG-Öko-VO) sind lediglich Rahmenbedingungen für die Bedarfsanerkennung von Düngungsmaßnahmen auf dem Öko-Betrieb festgelegt worden.

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Bild: Rechtliche Rahmenbedingungen, Verordnungen

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 92: Kontrolldienst Agrarwirtschaft

Steffen Wuttke

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 72: Pflanzenbau

Dr. Hartmut Kolbe

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