Miteinander und voneinander lernen
Dr. Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Dresden begrüßte die zahlreichen Teilnehmer des diesjährigen Tourismustages in der Lausitz: »Wenn wir vorankommen wollen, müssen und können wir es aus eigener Kraft, aus eigenem Engagement schaffen.« Damit sprach er Produzenten aus der Ernährungswirtschaft, Direktvermarkter, Händler, Gastronomen, Hoteliers, Touristiker und Vertreter von Berufsverbänden an, voneinander zu lernen, um neue Impulse zu erhalten.
»Im Zuge der ländlichen Entwicklung hat sich gezeigt, dass regionale Wertschöpfung durch Tourismus für die meisten der 35 der ILE- beziehungsweise auch der LEADER-Gebiete eine ernst zu nehmende Option ist. Umsätze von Übernachtungsgästen und Tagesbesuchern werden, so die neueste Studie des Deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Institutes für Fremdenverkehr e.V., zu 38,5% für Einkäufe und zu 27,8% für gastronomische Leistungen getätigt. Da sollte man doch sich von diesem Kuchen ein Stück abschneiden können.«, sagte Dr. Angela Kunz, Referatsleiterin Ländliche Entwicklung des Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Ihrem Grußwort den Teilnehmern.
»Wer weiter denkt, kauft näher ein.«
Michael Harig, stellvertretende Vorsitzender des Landestourismusverbandes Sachsen e.V. und Vorsitzender des Tourismusverbandes Oberlausitz-Niederschlesien e.V. erläuterte die aktuellen Entwicklungen des Tourismus in Sachsen. In Zukunft wird verstärkt von der Destination als Reisezielgebiet gesprochen. Dessen Leistungskraft hängt neben dem Angebots- und Nachfragevolumen von Markenbekanntheit, Managementstärke, Qualitätsbetten und dem Budget ab.
Die Konzipierung kulinarischer Touren durch die Oberlausitz, um touristische Attraktionen sowie Anbieter regionaler Produkte zu vernetzen stellt einen Aufgabenschwerpunkt der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH dar, sagte Prof. Dr. Holm Große. Damit werden bestehende authentische kulinarische Events erfasst und neue geschaffen.
Auf die Stärkung des Bewusstseins für die einzigartige kulinarische Tradition in jeder Region konzentriert sich die Arbeit von Slow Food. Arno Glauch von Slow Food Lausitz regte an, die Kultur des Essens und Trinkens zu pflegen und lebendig zu halten.
Dario Uecker vom Förderverein für die Natur der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft e.V., Projekt Biokarpfen und Elfi Braun, Grüne Vogtei zeigten, dass mit einem innovativen Produkt und Mut und Ausdauer neue Geschäftsmodelle Erfolg haben können.
Die europaweite Hotelkooperation »LOGIS« – familiengeführte Hotels mit Standorten v.a. in Gemeinden unter 5000 Einwohnern - stellte Tina Weßollek, Präsidentin LOGIS Deutschland vor. In diesen Hotels wird großer Wert auf Individualität, Verarbeitung typischer Spezialitäten aus Produkten von regionalen Erzeugern und Angeboten touristischer Attraktionen gelegt. In Deutschland sind 7 Hotels dem Netzwerk erst angeschlossen.
Peter Franke, Spreewaldkoch vom Hotel »Zum Stern« Werben kreierte Köstlichkeiten aus Produkten der ausstellenden regionalen Erzeuger und entlockte ihnen im Gespräch ihr persönliches Erfolgsrezept.
Miteinander in Kontakt kommen
Was die Lausitz an kulinarischen Köstlichkeiten zu bieten hat, konnten die Besucher am Nachmittag entdecken und probieren. 32 regionale Produzenten präsentierten sich mit ihren Spezialitäten und kamen mit Fachleuten ins Gespräch.
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