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Landwirtschaft

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Bei  Kartoffeln und Tomaten ist bei starker Taubildung bzw. feuchter Witterung und dichten Beständen wieder mit Befall durch die Kraut- und Braunfäule zu rechnen. Es bilden sich auf den Blättern zunächst gelbliche, später dunkelbraune bis schwarze Flecke. Auf der Blattunterseite ist an der Grenze zum gesunden Gewebe ein zarter weißer Pilzbelag gut zu erkennen. Der Pilz greift von den Blättern auch auf den Spross und die Kartoffelknollen bzw. Tomatenfrüchte über. Befallsstellen an den Tomatenfrüchten färben sich braun und verhärten. Die Pilzsporen vermehren sich bei Blattnässe besonders gut und werden mit dem Wind über große Entfernungen verbreitet. Befallene Blätter und Triebe sollten sofort gründlich entfernt werden. Ist die Erkrankung einmal im Bestand, gibt es für die befallenen Pflanzen keine Heilung mehr. Im Handel erhältliche Präparate gegen die Kraut- und Braunfäule der Tomate, wie z.B. Cueva Pilzfrei, Atempo Kupfer-Pilzfrei oder Infinito, schützen nur die gesunden Pflanzenteile vor Neuinfektionen, erfordern zwei Wochen Wartezeit zwischen der letzten Anwendung und der Ernte (Infinito nur 3 Tage) und dürfen nicht im Gewächshaus eingesetzt werden. Die Wirkung wird durch Regen stark vermindert. Für Kartoffeln stehen neben den oben genannten Mitteln auch Polyram WG, Dithane Neo Tec und Funguran zur Verfügung. Vorbeugend sollten die Pflanzen oberirdisch möglichst trocken gehalten werden. Die Pflanzstellen für Kartoffeln und Tomaten sind so zu wählen, dass nach Regenfällen oder Taubildung eine schnelle Abtrocknung der Pflanzen gegeben ist. Eine Überdachung der Tomatenpflanzen stellt die umweltfreundlichste Möglichkeit zur Verminderung der Infektion dar. Regelmäßiges Ausgeizen der Tomaten ermöglicht ebenfalls ein schnelleres Abtrocknen und vermindert die Infektionsgefahr. Bei der Sortenwahl empfiehlt es sich, auf die Widerstandsfähigkeit gegen diese Krankheit zu achten.

Hinweis!
Am Samstag, d. 02.07.2011 veranstaltet die Sächsische Gartenakademie auf dem Versuchsfeld in Dresden-Pillnitz, Lohmener Str. 12, von 9:00 bis 18:00 Uhr wieder den »Pillnitzer Gartentag«. Es besteht die Möglichkeit, sich zu Fragen von Sortenwahl, Kulturführung und Pflanzenkrankheiten zu informieren.


 

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